Juso Bundesvorstand: Wanka gibt Studierenden die Schuld am Studienabbruch – und liegt damit völlig falsch

  • Rund ein Drittel aller Studienanfänger*innen bricht den Bachelor ab
  • Hohe Studienabbruchquoten sind Indiz für fehlende Studierbarkeit
  • Juso-Hochschulgruppen: Wir brauchen Investitionen in Qualität von Lehre und Studium

Erneut hat die Bundesbildungsministerin Wanka ihre Meinung zu Abbruchquoten bei Studierenden geäußert. Sie will das Problem durch Verringerung der Studienanfänger*innenzahlen behandeln. (mehr…)

Juso Bundesvorstand: Juso-Hochschulgruppen stärken fzs

  • Juso-Hochschulgruppen positionieren sich gegen RCDS-Vorschlag eines studentischen parlamentarischen Beirats
  • Stattdessen: Stärkung des studentischen Dachverbands fzs
  • Mehr Zusammenarbeit und Kritikfähigkeit innerhalb des Studierendendachverbands

Zur aktuellen Debatte um den freien zusammenschluss von studentInnenschaften (fzs) erklärt Silke Hansmann, Mitglied im Bundesvorstand der Juso-Hochschulgruppen:

„Wir als Juso-Hochschulgruppen unterstützen den fzs. Die Forderung des RCDS, einen studentischen parlamentarischen Beirat einzurichten, lehnen wir entschieden ab. Wir halten die Idee der Einrichtung eines Beirats im Ministerium für Bildung und Forschung für zutiefst undemokratisch und ungeeignet, um die Meinungen der Studierendenschaften vor Ort adäquat zu vertreten. Die heterogenen Interessen der Studierenden sollten durch die lokalen Studierendenvertretungen im fzs gebündelt und sodann von diesem vertreten werden. Diesem notwendigen bundesweiten Vertretungsanspruch des fzs wird ein studentischer Beirat nicht gerecht. Für uns ist der fzs der studentische Dachverband, in dem wir uns engagieren wollen. Dies wurde auch auf dem letzten bundesweiten Treffen der Juso-Hochschulgruppen erneut mit breiter Mehrheit bekräftigt.“

Juso-Hochschulgruppen beim Bundeskoordinierungstreffen in Berlin

Vom 9. bis 11. November fand im Willy-Brandt-Haus in Berlin das Bundeskoordinierungstreffen der Juso-Hochschulgruppen (BKT) statt. Die Juso-HSGn Rheinland-Pfalz an der Uni Mainz war dort durch die Delegierten Dilara Islekel, Sebastian Stein, Erik Donner und Marah Stoldt vertreten sowie Leif Knape und Inga Oepen als LKO und Kilian Krumm als Kandidat für den BuVo aus RLO. Auf der Tagesordnung standen u.a. die Wahl des Bundesvorstandes sowie des Bundesgeschäftsführers und die Diskussion zahlreicher Anträge.

Zum neuen Bundesgeschäftsführer wurde Daniel Choinovski gewählt. Der neue Bundesvorstand besteht aus Noah Fleischer (Karlsruhe), Katharina Kaluza (Berlin), Kilian Krumm (Trier), Jörg Meierotte (Frankfurt am Main), Mareike Strauß (Münster), Stefan Weger (Bremen) und Amina Yousaf (Göttingen).

Von den insgesamt vier eingereichten Anträgen der Juso-Hochschulgruppe an der Uni Mainz wurden zwei behandelt und jeweils mit großer Mehrheit angenommen: Zuerst wurde vom BKT die anständige Bezahlung der Medizinstudierenden im Praktischen Jahr mit Orientierungsgröße  von 1.000 Euro pro Monat beschlossen. Der zweite Antrag griff die Problematik rund um „Studium & Ehrenamt“ auf und wurde schließlich in leicht geänderter Fassung ebenfalls mit großer Mehrheit angenommen.